Liebe Kolleginnen und Kollegen der ehemaligen Volksfürsorge,
unsere Betriebsrente ist ein wohlverdienter Lohn für unsere jahrelange, harte Arbeit und ein wichtiger Pfeiler unserer finanziellen Sicherheit im Ruhestand. Viele von uns verbinden mit der Volksfürsorge nicht nur einen Arbeitgeber, sondern auch die historischen Werte von Solidarität und sozialer Absicherung, die einst von Pionieren der Arbeiterbewegung wie Adolph von Elm ins Leben gerufen wurden.
Leider hat es in den vergangenen Jahren oft Ärger und Verunsicherung um unsere Renten gegeben. So hatte die Rechtsnachfolgerin Generali die Rentenanpassungen für die Jahre 2015 und 2016 bei vielen von uns auf pauschal 0,5 % gekürzt, anstatt der gesetzlichen Rentenentwicklung zu folgen – und das in Zeiten von Rekordgewinnen. Die erfreuliche Nachricht ist jedoch: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat sich auf unsere Seite gestellt, diese Kürzungen in mehreren wegweisenden Urteilen für unwirksam erklärt und unsere Rechte massiv gestärkt.
Damit wir in dem komplexen Geflecht aus alten Versorgungsordnungen (wie dem BVW von 1961 oder der VO85), Unternehmensverkäufen an Run-off-Plattformen wie Proxalto und neuen Zuständigkeiten nicht den Überblick verlieren, wurde die Initiative KeineSorge.ORG ins Leben gerufen. Als Selbsthilfegruppe von und für ehemalige Betriebsrentner der Volksfürsorge möchten wir hier Transparenz schaffen, Informationen bündeln und aufklären.
Da sich die Generali weigert, die BAG-Urteile als Grundsatzentscheidungen automatisch für alle Betroffenen anzuwenden, muss jeder von uns selbst aktiv werden, um sein Recht einzufordern. Wir laden euch daher herzlich ein, unsere Plattform zu nutzen, um eure Ansprüche zu verstehen und eure Rentenbescheide kritisch zu prüfen. Bitte wartet nicht zu lange, denn Ansprüche auf rückwirkende monatliche Nachzahlungen können bereits nach drei Jahren verjähren.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle die Leistungen erhalten, die wir uns über Jahrzehnte erarbeitet haben. Informiert euch, nutzt die bereitgestellten Leitfäden und – ganz im Sinne unseres alten Mottos – macht euch "Keine Sorge", denn gemeinsam können wir unsere Rechte durchsetzen!
Herzliche Grüße!
Klaus-Peter Kussmann & Team
Initiative KeineSorge.ORG
E-Mai: info@keinesorge.org
Festnetz: +49-4101-404744
Mobilnetz: +49-175-560-1001
PayPal: Jetzt 10 Euro senden
Ihre Betriebsrente der ehemaligen Volksfürsorge ist der wohlverdiente Lohn für Ihre jahrzehntelange harte Arbeit. Die historischen Wurzeln dieser Altersversorgung reichen tief in die Gewerkschaftsbewegung zurück, geprägt durch Pioniere wie Adolph von Elm.
Ihre heutigen Ansprüche basieren auf alten, komplexen Regelwerken wie dem Betrieblichen Versorgungswerk (BVW) von 1961 oder der Versorgungsordnung von 1985 (VO85). Diese Systeme garantierten Ihnen oftmals eine verlässliche „Gesamtversorgung“ für einen sicheren Ruhestand. Durch diverse Umstrukturierungen wird Ihre Rente heute meist von Rechtsnachfolgern wie der Generali, der Proxalto oder der PLE Pensions GmbH verwaltet. Aufgrund von vergangenen juristischen Konflikten um zu niedrige Rentenanpassungen ist es unerlässlich, dass Sie Ihre individuellen Versorgungszusagen genau kennen und Ihre Rechte aktiv prüfen.
1. Historie & Systematik der Versorgungswerke
Dieser Bereich behandelt die Entstehungsgeschichte der Volksfürsorge und die Details ihrer internen Versorgungssysteme.
- Historische Wurzeln: Gründung der Volksfürsorge 1912/1913 durch Gewerkschafter (DGB) und die prägende Rolle von Adolph von Elm. Mehr dazu unter: Adolph von Elm & Die Wurzeln der Rente sowie Volksfürsorge, Gewerkschaften (DGB) & Historie.
- Betriebliches Versorgungswerk (BVW 1961): Einführung des Prinzips der "Gesamtversorgung". Das Betriebliche Versorgungswerk (BVW 1961).
- Versorgungsordnung 1985 (VO85): Der Tarifvertrag, der das BVW für Neueintritte ab 1985 ablöste. Die Versorgungsordnung 1985 (VO85).
- Institutionen: Die Versorgungskasse Volksfürsorge VVaG (ab 1952) und die Unterstützungskasse Volksfürsorge / AdvoCard e.V. (ab 1962).
2. Der juristische Konflikt (Generali & BAG)
Dieser Bereich fokussiert sich auf den Rechtsstreit um die Rentenanpassungen zwischen den Betriebsrentnern und der Rechtsnachfolgerin Generali.
- Der Auslöser: Die Generali kürzte die Rentenanpassungen für die Jahre 2015 und 2016 auf pauschal 0,5 %. Rentenanpassung & Streit mit Generali.
- BAG-Urteile: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) erklärte die 0,5-%-Anpassung in mehreren Urteilen für unwirksam. BAG-Urteile zur Rentenanpassung verstehen und Übersicht: Alle BAG-Urteile & Rechtsprechung.
- Medienecho: Berichterstattung durch ARD Plusminus, Spiegel, Handelsblatt und taz über den Konflikt. Presse, TV & Medienecho (Plusminus & Co.).
3. Rechtliche Handlungsfelder & Durchsetzung
Hier geht es um die praktischen Schritte und Rechte der Rentner, um ihre Ansprüche zu sichern.
- Informations- & Auskunftsrecht: Das Recht auf Transparenz und das Verstehen der fiktiven Anrechnung. Recht auf Informationen & Transparenz und Rentenauskunft richtig verstehen.
- Verjährung: Die Wichtigkeit, rechtzeitig zu handeln (3 vs. 30 Jahre Frist). Verjährung von bAV-Ansprüchen.
- Klageweg & Hilfe: Optionen zur Durchsetzung der Rechte (z. B. durch die Arbeitsrechtskanzlei Cremon) und bei Gericht. Rentenklage gegen Generali einreichen, Unterstützung finden im Streit mit Generali und Kostenlose Hilfe: Rechtsantragsstelle Arbeitsgericht.
4. Auszahlung, Abzüge & Familie
Dieser Bereich umfasst alle finanziellen Aspekte der Auszahlungsphase sowie die Absicherung von Angehörigen.
- Steuern: Die nachgelagerte Besteuerung der Rente. Betriebsrente: Steuern & Worauf Sie achten müssen.
- Sozialabgaben & Krankenversicherung: Das Problem der "Doppelverbeitragung" sowie Freibeträge. Betriebsrente: Sozialabgaben & Doppelverbeitragung und Krankenversicherungsbeiträge (Freibetrag vs. Freigrenze).
- Kapital vs. Rente: Entscheidungshilfen für die Auszahlungsform. Entscheidung: Kapitalleistung oder Rente?.
- Hinterbliebenenversorgung: Ansprüche auf Witwen-/Witwer- und Waisenrenten sowie deren fehlende Vererbbarkeit. Hinterbliebenenleistung beantragen, Betriebsrente: Vererbung & Hinterbliebene und Witwenrente, Waisenrente & Familienabsicherung.
- Zusatzleistungen: Verborgene Ansprüche wie Invaliditätsversorgung. bAV-Zusatzleistungen (Invalidität & Abfindungen).
5. Sicherheit, Aufsicht & Run-off
Die letzte Säule behandelt die strukturelle Sicherheit der Renten und makroökonomische Veränderungen.
- Der Run-off-Prozess: Der Verkauf an die Viridium Gruppe (Proxalto) und die PLE Pensions GmbH. Der Run-off: Von Volksfürsorge zu Proxalto & PLE.
- BaFin: Die Rolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die BaFin: Ihre Rolle in der Betriebsrente.
- Insolvenzschutz (PSVaG): Absicherung bei Unternehmenspleiten. Insolvenzschutz: Sicherheit durch den PSVaG.
- Politik: Aktuelle Diskussionen wie das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Betriebsrente: Politik & Diskussion (BRSG).
Millionen Arbeitnehmer erleben im Ruhestand eine böse Überraschung, da ihre Betriebsrente oft deutlich geringer ausfällt als erwartet. Der Grund dafür ist ein Gesetz, durch das gesetzlich Krankenversicherte bei der Auszahlung den vollen Beitragssatz für die Kranken- und Pflegeversicherung abführen müssen. Bei Einmalzahlungen wird die Summe fiktiv auf 120 Monate aufgeteilt und mit den entsprechenden Beiträgen belastet, was zu massiven Abzügen führt. Von 80.000 Euro Einmalzahlung bleiben so beispielsweise oft nur rund 67.000 Euro übrig. Zwar federn jährlich steigende Freibeträge die Abzüge bei kleineren Renten ab, doch aufgrund der Bevölkerungsentwicklung drohen künftig weitere Beitragssteigerungen.